Eigentlich hat es jeder Besitzer oder Nutzer eines Computers schon einmal erlebt. Man setzt sich an den Rechner, will, wie jeden Tag und ganz selbstverständlich an seine Datenbank gehen, doch diese ist nicht mehr verfügbar. Im Büro sind wichtige Kundendaten gespeichert, zu Hause Musik, Fotos und Dokumente, die man nicht verlieren will. Doch eine defekte Festplatte kann in beiden Bereichen schnell dafür sorgen, dass eine HDD, das Hard Disc Drive oder Festplattenlaufwerk, die Daten einfach nicht mehr hergibt. Glück hat der User, wenn er eine externe Festplatte dazu benutzt hat, die Daten als solche zu sichern. Externe Festplatten sind, wie auf Wikipedia Org erklärt, Festplatten, die nicht im Rechner eingebaut sind, sondern über eine Schnittstelle mit diesem verbunden werden. Alle paar Tage, zumindest aber nach einem größeren Speichervorgang mit neuen Daten, sollte dieses Backup, wie der Vorgang der Datensicherung auch heißt, vorgenommen werden. Die kaputte Festplatte im Rechner ist dann nur noch halb so schlimm, weil man ja die Sicherung noch nutzen kann.
Manche User gehen davon aus, dass es ausreicht, die Festplatte in verschiedene Partitionen zu unterteilen, welche dann verschieden genutzt werden. Eine ist meistens auch für ein Backup vorgesehen, doch wenn die Platte kaputt geht, wird auch diese Partition davon betroffen sein. Man tut sich also wirklich einen Gefallen, die Daten außerhalb des Rechners zu sichern. Bei kleineren Mengen reicht ein wiederbeschreibbarer CD oder DVD Rohling, vielleicht auch ein USB Stick. Gerade, wenn man aber viele Daten zu sichern hat, ist eine externe HDD das Non plus Ultra.
Die Datensicherung ist recht einfach vorzunehmen. Dazu steckt man die externe Festplatte einfach an den vorgesehenen Anschluss an, kopiert die entsprechenden Daten, meistens in Ordnern sortiert, auf der Festplatte des Rechners und kopiert sie anschließend einfach auf das externe Laufwerk. Danach nutzt man die Funktion des Computers, mit der man angeschlossene Hardware sicher entfernen kann. Dies ist ein Symbol in der rechten Taskleiste, das automatisch erscheint, wenn dem Rechner ein fremdes Gerät angeschlossen wird. Die Daten sind nun sicher auf der externen HDD gespeichert. Je öfter man den Vorgang des Backups wiederholt, umso weniger Datenverlust hat man zu kompensieren, wenn die eigentliche Festplatte den Geist aufgibt.
Man merkt, dass eine Festplatte kaputt gehen wird. Sie wird lauter, macht fremdartige Geräusche. Das ist ein erstes Zeichen, dass man bald etwas unternehmen muss. Möglicherweise wird auch das Arbeiten schon schwieriger. Anzeichen einer kaputten HDD sind zum Beispiel auch langsamere Kopiervorgänge. Nun ist es höchste Zeit, mit dem Backup zu beginnen und die Festplatte so bald wie möglich auszutauschen. Wird ein Computer lange Zeit nicht genutzt, kann das dazu führen, dass die Festplatte nicht mehr funktioniert. Das Entsetzen ist entsprechend groß, wenn man feststellt, dass man keinen Zugriff mehr auf seine Daten hat. Man spricht hier vom Problem der „sticky disk“, was nichts anderes bedeutet, als dass die Platte nicht starten kann, weil die Mechanik in den Schmierstoffen „abgesoffen“ ist. Diese Probleme treten häufig bei älteren Computern auf; man hat durch andere, bessere Schmierstoffe hier Abhilfe schaffen können.
Selbst ein Stoß gegen den laufenden Rechner kann aber dazu führen, dass die HDD kaputt geht. Deshalb sollte jeder PC einen festen Standort haben und auch das Notebook nicht heftigen Stößen ausgesetzt werden. Im Elektromarkt bekommt man Informationen darüber, welche neue Festplatte am besten für den eigenen Rechner und die entsprechende Nutzung geeignet ist. Fachleute können unter gewissen Bedingungen auch nach dem Crash einer HDD die darauf gespeicherten Daten zu einem großen Teil wieder herstellen. Das muss aber nicht sein, wenn man sich die – wenn auch manchmal lästige – Pflicht auferlegt, seine Daten regelmäßig und immer wieder zu sichern.
